U3 Untersuchung: das erste Mal mit dem Baby beim Kinderarzt

Dein Baby ist jetzt etwa einen Monat alt und ihr seid gerade noch dabei, euch zu Hause einzuleben, da steht schon die U3 Untersuchung auf eurem Plan!

Hier erfährst du, was bei der U3 Untersuchung genau passiert und bekommst noch 5 Tipps für einen entspannten Besuch beim Kinderarzt obendrauf.

U3 Untersuchung: Was ist das?

Während die ersten beiden Vorsorgeuntersuchungen meist noch direkt nach der Geburt im Krankenhaus stattfinden, besucht ihr nun für die U3 Vorsorgeuntersuchung deines Babys zum ersten Mal euren Kinderarzt. „Die U3“, wie die Untersuchung meist nur genannt wird, ist der dritte von insgesamt zehn Check‐ups, die für dein Kind vorgesehen sind und deren Ergebnisse im gelben Kinderuntersuchungsheft festgehalten werden.

Der richtige Zeitpunkt für die U3 ist zwischen der 3. und 8. Lebenswoche deines Babys.

Lachendes Baby mit einer Kuscheldecke
Die sogenannte U3 Untersuchung ist einer von zehn Arztbesuchen in der frühen Kindesentwicklung.

Was erwartet mein Baby und mich bei diesem Termin?

Der Kinderarzt sieht dein Neugeborenes zum ersten Mal. Er muss es erst einmal kennenlernen und sich einen Überblick über seinen Gesundheitszustand verschaffen, weshalb dieser Besuch etwas länger dauern wird. Neben der körperlichen Untersuchung wird dir der Arzt viele Fragen zum Verhalten deines Babys stellen, auf die du dich schon gut vorab vorbereiten kannst.

Was kontrolliert der Arzt genau?

Wie bei jeder „U‐Untersuchung“ überprüft der Arzt die altersgemäße Entwicklung deines Kindes.

Messen & Wiegen

Den Auftakt der Untersuchung machen die Standards: Dein Baby wird gewogen und seine Körperlänge sowie der Kopfumfang werden gemessen. Säuglinge in diesem Alter sollten in etwa 150 g – 200 g pro Woche zunehmen. Diese Angaben können bei Eltern ganz schön Stress verursachen, sind aber eher als Richtwerte zu sehen.
Außerdem wird dein Baby abgehorcht, sein Bauch abgetastet und der Nabel begutachtet.

Motorik & Reaktion

Es folgt, was die wenigsten Säuglinge von Anfang an lieben: die Bauchlage. Jetzt will der Arzt sehen, ob dein Baby schon sein Köpfchen heben kann und wie es um die Entwicklung der entsprechenden Muskeln bestellt ist, falls das noch nicht geht.
Auch die für sein Alter üblichen Reflexe und Reaktionen werden getestet: Folgt dein Neugeborenes bereits Gegenständen oder Geräuschen, reagiert es auf dein vertrautes Gesicht? Öffnet es seine Fäuste?

Es ist kein Drama, wenn dein Baby beim Arztbesuch noch nicht alle Fertigkeiten beherrscht. Jedes Kind hat seine eigene Geschwindigkeit und jede Untersuchung ist nur eine Momentaufnahme!

Tipp von Mama zu Mama

Hüftultraschall

Bei der U3‐Untersuchung nimmt der Arzt außerdem das Hüftgelenk deines Babys in Augenschein. Das Ganze geschieht mittels Ultraschall und – keine Sorge – völlig schmerzfrei und ungefährlich. Sollten tatsächlich Auffälligkeiten entdeckt werden, kann dank der frühen Diagnose die sogenannte „Hüftdysplasie“ meist sehr gut durch breites Wickeln oder Spreizhosen behandelt werden.

Was wird sonst besprochen?

Die Vorsorgeuntersuchung U3 als Auftakt zu vielen weiteren „Us“ ebnet auch den Weg zur weiteren ärztlichen Begleitung deines Neugeborenen – und dafür ist deine Rolle eine ganz entscheidende.

Eltern‐Interview: Verhalten im Alltag

Für alles, was er nicht selbst sehen kann, ist der Kinderarzt auf dich angewiesen: Du kennst dein Kind nun einmal am besten! Im Interview erwarten dich Fragen zu Ernährung, Schlafverhalten und Verdauung deines Babys. Versuche auf keinen Fall etwas zu beschönigen und schildere deine Beobachtungen möglichst detailliert, das erleichtert dem Arzt die Beurteilung des Gesundheitszustands.

Dokumentiere einfach euren Tagesablauf im Vorfeld zu der U3 Untersuchung ein wenig mit! So bist du für das Gespräch mit dem Kinderarzt vorbereitet und kannst konkrete Aussagen machen.

Tipp von Mama zu Mama
Kinderarzt mit Stethoskop bei U3 Untersuchung
Antworte ehrlich auf die Fragen deines Arztes, schließlich geht es um die Gesundheit deines Kindes.

Aufklärungsgespräch: Impfungen & Beratung

Für das erste Lebensjahr werden zahlreiche Schutzimpfungen empfohlen, über die dich der Arzt während der U3 Untersuchung aufklärt. Mit sechs Wochen erwartet euch die erste Impfung mit der Schluckimpfung gegen Rotaviren (wer keine Zeit verlieren möchte, vereinbart den Termin für die U3 Untersuchung am besten gleich in diesem Zeitraum!), im Alter von zwei Monaten folgt unter anderem die Spritze gegen Tetanus, Diphtherie und Keuchhusten.

Frage den Kinderarzt auch nach möglichen Impfreaktionen und wie du diese mildern kannst! Es ist oft beruhigend, beispielsweise geeignete Fieberzäpfchen vorsorglich in der Hausapotheke zu haben.

Tipp von Mama zu Mama

Außerdem berät dich der Kinderarzt nun zu den Themen „Plötzlicher Kindstod“, Unfallverhütung im Haushalt, Kariesprophylaxe und informiert ggf. zum Umgang mit Schreibabys und regionalen Unterstützungsangeboten für junge Familien.

Baby unter einer Decke beim Besuch des Kinderarztes bei der U3 Untersuchung
Bei all deinen Fragen kann dein Arzt dich beraten, damit du gut vorbereitet bist.

5 Tipps für einen entspannten Besuch beim Kinderarzt

Findet am besten selbst heraus, was euch den Stress rund um Arzttermine erleichtert. Das sind unsere fünf Top‐Empfehlungen – von Mamas und Babys erprobt.

  • Fragenliste
    Oft fällt einem erst zu Hause wieder ein, was man fragen wollte. Leg dir eine Liste für Fragen an euren Kinderarzt an, die du immer dann erweiterst, wenn dir im Alltag mit deinem Baby etwas Sorgen macht oder ein Fragezeichen verursacht.
  • Maskentraining
    Wahrscheinlich ist der Anblick von Menschen mit FFP2‐Maske für dein Baby befremdlich und es ist gar nicht begeistert davon, dass auch dein Gesicht zur Hälfte verdeckt ist. Mom‐Hack: Setz immer wieder daheim die Schutzmaske auf, um dein Kind daran zu gewöhnen!
  • Survival‐Paket
    Klug gepackt ist halb geschafft! In deine Tasche gehören auf jeden Fall das liebste Kuscheltier oder Spielzeug deines Babys, Ersatzschnuller, Wickelausrüstung und sicherheitshalber auch Essen und Trinken für das Baby und dich.
  • Die richtige Kleidung
    Wähle für dein Baby ein Outfit, das sich leicht an‐ und ausziehen lässt, das spart Zeit und Nerven!
  • Gut gemacht, Super‐Mom!
    Nach der ganzen Aufregung hast du dir eine kleine Belohnung verdient! Dein Lieblingsbäcker ist gleich ums Eck? Wunderbar!